Insert- und Send-Effekte

 

Um deine Stimme zu bearbeiten mit Equalizern, Kompressoren, Hall, Echos, Chorus, Autotune, Flangers, Vocoders, Metalizer, Doublers, Stereo Tools, Maximizer oder Limiters musst du dich entscheiden, ob du den Effekt als Insert- oder Send-Effekt einbaust. Im Grunde gibt es kein richtig oder falsch, es gibt nur durchgesetzte Möglichkeiten und welche die sich herauskristallisieren, dass sie sehr viel Sinn ergeben. Zum Beispiel ein Autotune als Send-Effekt ist nicht so sinnvoll. Warum? Erfährst du jetzt in diesem Artikel!

 


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Wir klären zunächst die Begrifflichkeiten.

Ein Insert-Effekt verändert das Signal, also in unserem Fall die Stimme direkt. Das bedeutet, wenn wir in einem Equalizer die hohen Frequenzen wegnehmen, dann hört es sich an als ob wir durch ein Telefon sprechen, weil wir das originale Signal nicht beibehalten, sondern die Frequenzen komplett abgeschnitten haben. Hingegen in einem Send-Effekt bleibt die originale Stimme erhalten und das bearbeitete Signal wird dazu gegeben also addiert. Wenn wir also bei dem Beispiel Equalizer bleiben, bleibt die Stimme unberührt mit ihren Höhen, wir schneiden im Send-Effekt die Höhen ab und mischen es nochmal hinzu also haben wir eine normale Stimme plus eine mit Telefoneffekt. Das bedeutet die Stimme wird einfach lauter und verwaschen. Es macht also Sinn den Equalizer, als Insert-Effekt zu nehmen. In manchen Programmen ist der Send-Effekt als AUX-Kanal, Effektkanal oder Send-Kanal gekennzeichnet. Der Vorteil von Send-Effekten gegenüber Insert-Effekten ist, dass man die Stärke des Dazumischens einstellen kann, was bei Hall- und Delayeffekten total nützlich ist.
Send-Effekte sparen hinzu auch Rechenkapazitäten und viel Arbeitszeit. Stell dir vor, du müsstest für jede Spur deines 15-Spur-Projektes einen Hall einstellen und jedes Mal einen neuen High-End Effekt laden und immer wieder gleich einstellen oder zumindest jeden 2. bis 3., weil deine Leadvocals denselben haben sollen als deine Backings. Da endest du in 20 verschiedenen Halleffekten und deine Rechenkapazität neigt sich vielleicht nicht dem Ende, aber wird deutlich beansprucht und der Zeit- und Aufwandsfaktor ist Emens. Deshalb bin ich ein Verfechter von Hall und Delay als Send-Effekte einzustellen. Detaillierte Erklärungen zu Hall vs. Delay kannst du im folgenden Blog nachlesen: Hier klicken

Kompressoren kannst du z.B. beidseitig verwenden. Die Hauptnutzung ist definitiv die Insert-Variante. Es gibt die ein oder andere Möglichkeit über eine sogenannte Sidechain-Komprimierung es als Send-Effekt leicht zuzumischen. Diese Variante nutze ich selten für meine Rapvocalmixings und wird deswegen vorerst nicht weiter behandelt. Sollte es dazu einen Blogbeitrag geben wirst du rechtzeitig über Facebook darüber informiert. Sollte deine Neugier so stark sein, dass du gerne wissen willst wie ich meine Insert-Effekt Kette und meine Send-Effekt Kette behandel klicke auf folgenden Link und lese dir den Beitrag Effektkkette durch. Hier klicken

Das wars von meiner Seite aus zur Erklärung, was ist ein Insert- und was ist ein Send-Effekt.

Wenn dir dieser Blog gefallen hat und du noch mehr über Effekte, Bearbeitung, Insertierung, Reihenfolge, Effektkkette oder Delays und Hallnutzung lernen möchtest, ich habe ein Buch geschrieben, in dem ich genaustens erkläre wie ich mein Weg bestreite einen Rapsong zu mixen und das Programmunabhängig und Pluginunabhängig. Die kostenlose Leseprobe dazu findest du hier

 Ich freue mich über Feedback zu diesem Blog und meiner kostenlosen Leseprobe an mirco@soulperium.de. Vielen Dank fürs Dranbleiben.


Bis dahin. Dein Mirco

 




Mirco Brendel - Komponist & Tontechniker


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